Bunker 17/5001 | Das Objekt 17/5001 - Honecker-Bunker |
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Zum gesamten Objekt 17/5001 gehören auch noch die Außenanlagen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Bunker (TO 01) stehen. Im Einzelnen sind dies das oberirdische Gebäude für den NVR (TO 03), von dem aus der Bunker durch einen gut 180 Meter langen Tunnel (TO 02) im normalen Betrieb erreicht wurde, verbunkerten Garagen (TO 15) in unmittelbarer Nähe des Bunkers (sie beherbergten Schützenpanzerwagen vom Typ 60 PB, die mit einer Filterventilationsanlage ausgestattet waren und das Verlassen auch bei verseuchter Außenlage gestattet hätten). Weiterhin gab es ein vollkommen autarkes Kasernenobjekt für das Wachpersonal, mit Heizhaus, Wasserwerk und Kläranlage. Außer dem Objekt 17/5001 gehören noch weitere Objekte zum Komplex 5000. Diese waren für weitere sicherstellende Aufgaben der Hauptführungsstelle des NVR zuständig. Dies waren die Objekte 17/5002, 17/5020 und 17/5021. (Der Wohnungsbaustandort Biesenthal hatte rein zivilen Charakter.) Das Objekt 5020 war ein Flugplatz für Hubschrauber bzw. für Flugzeuge die auf unbefestigter kurzer Landebahn starten und landen konnten. Zur Sicherheit der dieses Objekt anlaufenden Personen, gab es kleine Bunkeranlagen für die kurzzeitige, geschützte Unterbringung. Das Objekt 5021 hatte nachrichtentechnische Aufgaben zu erfüllen, einmal als verbunkerte Notsendestelle, an der mobile Sendetechnik den Nachrichtenverkehr übernehmen konnte. Zum anderen als Troposphären-Sendestelle und weiterhin als Notvariante für Richtfunkverbindungen, hierfür wären entsprechende Spiegel am geschützten, ausfahrbaren Sendemast installiert worden. Normalerweise war die Sicherstellung des Funkverkehrs die Aufgabe der verbunkerten abgesetzten Sendestelle 17/5002 bei Marienwerder. Von hier aus wurde hauptsächlich der Funkverkehr aus dem Objekt 17/5001 übertragen. Direkt aus Prenden wurde nicht gesendet, um ein Anpeilen des Objektes zu verhindern. So hätte man im schlimmsten Fall das Objekt in Marienwerder geortet und angegriffen. Wäre die 5002 gefallen, bestand die Möglichkeit auf andere verbunkerte Sendestellen zurückgreifen. Der Leiter der Nachrichtenzentrale der HFüSt (so die offizielle Bezeichnung) war befugt und hatte Priorität entsprechende Funkkapazität in anderen Sendestellen zu belegen (festgelegt in der „Vereinbarung über Nachrichtenverbindungen des Zusammenwirkens der zentralen Führungsbereiche“). Weiterhin bestand die Möglichkeit auf die 5021 auszuweichen. Aus dem TO 01 des Objektes 5001 wäre definitiv nur im Evakuierungsfall gesendet worden. Der Bunker ist mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt, ein wesentlicher Grund hierfür sind die einzigartigen, an der Decke aufgehängten Tragwerke mit Stickstoffschwingungsdämpfern (PKU). Ein vergleichbares Konzept zum Schutz der Insassen sucht man weltweit vermutlich vergeblich. Bei den eingesetzten Schwingungsdämpfern handelt es sich um sowjetische Schutztechnik, die auch in sowjetischen Schutzbauwerken eingesetzt wurde. Die beträchtliche Größe der Container und die große Anzahl der zur Abhängung eingesetzten PKU wurden aber wohl nur hier verwirklicht. Nächste Seite: Die Geschichte |