Der Verschluss

Der Bunker 17/5001 ist seit April 1993 verschlossen. Dieser Verschluss erfolgte unmittelbar nach Beendigung der Nutzung des Bauwerkes durch die Bundeswehr. Vor der Verschließung wurden Gefahrenstoffe entfernt und das Bauwerk teilweise zurückgebaut. Im Wesentlichen betrifft dies die Einrichtungsgegenstände der Arbeitsräume (Tische, Schränke, Büromaschinen etc.). Die Technik des Bunkers ist zwar nicht mehr funktionsfähig, aber größtenteils noch vorhanden.

Blick durch die Plombe nach draußen Mitte 2002  wurde der Bunker nach fast 10 Jahren zum ersten Mal im ehemaligen Zugangstunnel illegal geöffnet (Bild rechts: Loch in der Plombe). Der Verschluss des Bauwerkes wurde in den folgenden 18 Monaten provisorisch immer wieder hergestellt, er wurde aber durch Neugierige ebenso schnell wieder illegal überwunden. Nach einiger Zeit bekamen leider auch Vandalen und Schrottdiebe vom Bauwerk Kenntnis. Gerade durch Diebstahl von Edelmetallen (vor allem Kupfer aus Kabeln) wurde die ohnehin schon marode Technik endgültig unbrauchbar. Außerdem wurden von vielen Maschinen Einzelteile entwendet (vermutlich als Ersatzteile), die eine Inbetriebnahme der jeweiligen Geräte unmöglich macht. Der heute denkmalgeschützte Bunker drohte endgültig "zu Grunde zu gehen", sodass Ende 2003 in einer Gemeinschaftsaktion des BBN e.V. und den Berliner Forsten der Zugang zum Tunnel massiv verschlossen und auch der ursprüngliche Verschluss wieder hergestellt wurde.

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen Ende 2004 wurde der Verschluss erneut überwunden. Es wurde deutlich, dass mit normalen Mitteln der Erhalt des Bauwerkes und die Sicherungspflicht nicht gewährleistet werden konnte. Anfang 2005 wurde vom BBN e.V. ein Konzept zur Sicherung des Bauwerkes erarbeitet. In Zusammenarbeit wurde der Verschluss wieder hergestellt und durch eine zusätzliche Tür gesichert. (Bild links, Quelle: dpa, Berliner Kurier) Dies ermöglicht im Notfall den schnellen Zugang für Rettungskräfte und erlaubt Polizeibeamten den Zugang im Falle eines Einbruches. Weitere Sicherungsmaßnahmen wurden entwickelt und umgesetzt. Seit diesem Zeitpunkt gingen die Einbruchsversuche drastisch zurück bzw. die Einbrecher wurden fast gänzlich während der Ausführung durch die Polizei aufgegriffen.

Seit der Umsetzung der zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen zum bestehenden Verschluss konnte das Bauwerk in seinem Zustand erhalten werden und teilweise eingetretene akute Gefahren behoben werden. Trotz der zurzeit entspannten Lage muss der ursprüngliche Zustand des Verschlusses auf längere Sicht wieder hergestellt werden. Der immense personelle Aufwand zur Sicherung des Bauwerkes ist dauerhaft nicht tragbar und vereinzelt konnten doch noch Einbrüche durchgeführt werden, welche nicht rechtzeitig bemerkt wurden und daher nur "gegen Unbekannt" zur Anzeige gebracht werden konnten. Glücklicherweise wurde aber dabei wenig beschädigt.

Damit der Verschluss des Bauwerkes wieder dauerhaft bestehen kann, wird zum Ende des Jahres 2008 die Betonplombe aufgefüllt und verstärkt. Zusätzliche Schwachstellen des Bauwerks werden gesichert und der Zugangstunnel, welcher in der Vergangenheit das "verdeckte Arbeiten" ermöglichte, wird unzugänglich gemacht. Gerade durch den fehlenden Angriffspunkt im Tunnel wird das Bauwerk so auf lange Sicht vor weiterer Zerstörung bewahrt und der Sicherungspflicht nachgekommen.

 
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