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Beispiel 2 - Schutzkernbereich

Beispiel 2: Schutzkernbereich

Unterlagen:

Zeichnung 8.3.5.4.23 Schleuse Teilgrundriss/Schema
Zeichnung 8.3.5.4.25 Schutzschema Luftversorgung
Zeichnung 8.3.5.4.27 Schutzgrundriss 1. Geschoß
Zeichnung 8.3.5.4.28 Grundriss 2. Geschoß
Zeichnung 8.3.5.4.29 Grundriss 3. Geschoß
Zeichnung 1.1.10.1 Grundriss 1. Geschoß
Zeichnung 1.1.10.2 Grundriss 2. Geschoß
Zeichnung 1.1.10.3 Grundriss 3. Geschoß
Zeichnung 1.1.5.5 Schnitt A-A
Zeichnung 1.1.5.6 Schnitt B-B
Zeichnung 1.1.5.8 Schnitt D-D
Zeichnung 1.1.5.9 Schnitt E-E
Grundrisse ohne konkrete Bezeichnung 1.-3.UG
(Dokumente liegen als Scans vor und werden später verlinkt)

Panoramen:

Wie viele der ca. 1.500 Panoramen entsprechend relevante Bereiche zeigen ist noch nicht ermittelt. Alle hier genannten Besonderheiten, wie Türen, Luken, TWU, ZKA-20, Dieselabgasführung, Brunnenstube etc. sind aber dokumentiert und werden nach und nach zur Verfügung stehen. Hier gibt es ein Beispiel für verbaute Schutztechnik.
(Panoramen werden später verlinkt)

Beschreibung:

Allgemein:
Der Schutzkernbereich, das eigentliche Schutzbauwerk umfasst den Raum zwischen den Außenwänden, der Bodenplatte und der Schutzkerndecke. Dieser Raum ist in zwei Bereiche unterteilt. Achse 1-6 TO 022 (Militärische Nutzer) und Achse 6-12 TO 023 (Technische Bereiche).
Die räumliche Trennung erfolgt im Bereich der Achse A/F-6 durch eine Trennwand und die Versorgungsschächte für die Luftversorgung (Schacht 1,2,5,6,7 und 8), die Elt.-Schächte (Schacht 3 und 4) und das Treppenhaus im Bereich der Achse A/B-6 (Siehe Grundrisse, Vorlage ohne Bezeichnung).

Schutzbautechnische Besonderheiten:
Im Schutzkernbereich sind rasterförmig 40 Pfeiler angeordnet. Sie dienen der konstruktiven Steifigkeit des Schutzkernes.

Von den schutzbautechnischen Grundsätzen unterscheidet man:

Umfassungskonstruktion:
Außenwände, Decke, Fundamentplatte, Drucktüren und –luken, Schutzeinrichtungen an den Luftein-, Luftaustritts-, Gasaustrittsöffnungen und anderen Öffnungen, Durchführungen der Kommunikationsleitungen usw.

Schutzlinie (Druckschutzlinie):
Ist die Linie, in deren Verlauf mechanische Belastungen, die sich aus der Waffenwirkung ergeben, aufgenommen werden. Sie verläuft in der Kontur der Umfassungskonstruktion einschließlich der darin enthaltenen Schutzeinrichtungen. Die Beschädigung des Schutzkernbereiches durch Waffenwirkungen aus dem Lastfall 1 (herkömmliche Waffen) und Lastfall 2 (Kernwaffen) soll verhindert werden.
Dementsprechend sind die Außenwände, die Bodenplatte und die Schutzkerndecke dimensioniert. Durchführende Öffnungen sind entsprechend gesichert.

Durchführungen 1. UG
Die beiden Schleuseneingänge (Drucktüren DZ 80x180-10)
Die Schleusenfortluft (AWSU 5/1)
Die Batteriefortluft (AWSU 5/1)
Die Durchführung für die Gebäudefrischluft (Temperaturimpulsdämpfer TWU)
Den Zugang zur Druckklappe Gebäudefrischluft (Druckluke LZ 60-10) einschließlich Druckklappe (ZKA-20)
Die Durchführung für die Dieselverbrennungsluft (Dieselrückschlag-klappe DRK, Membranschutzklappe KOD 5/5)
Den technischen Eingang (Drucktür DZ 120x180-10)
Den Notausgang (Drucktür DZ 80x180-10)
Kabel- und Rohrdurchführungen

Durchführungen 2. UG
Die Zugänge zum Wasseranbau (Drucktür 80x180-10 und Druckluke LZ 60-10)
Die Durchführung für die Gebäudefortluft (Temperaturimpulsdämpfer TWU)
Den Zugang zur Druckklappe Gebäudefortluft (Druckluke LZ 60-10) einschließlich Druckklappe (ZKA-20)
Die Durchführungen für Wasserver- und Entsorgungsleitungen
Die Durchführung Dieselabgas (GO 250, HAK 600)
Kabel- und Rohrdurchführungen

Durchführungen 3.UG
Den Zugang zur Brunnenstube Brunnen I (Hermetische Druckluke LZG 50-60-0,2)
Kabel- und Rohrdurchführungen

Äußere Hermetisationslinie
Ist die Grenze, in deren Verlauf ein unkontrolliertes Eindringen von Außenluft bzw. von Luft mit ständig anfallenden toxischen Schadstoffen in den zu schützenden Innenräumen verhindert wird. Sie verläuft in der Kontur der hermetischen Umfassungskonstruktion und der darin enthaltenen hermetischen Schutztechnik. Die äußere Hermetisationslinie kann mit der Schutzlinie übereinstimmen oder innerhalb des geschützten Innenraumes angeordnet werden. Sie umfasst die Räume der Raumgruppen II bis IV.

Innere Hermetisationslinie
Dies ist die Grenze, in deren Verlauf ein unkontrolliertes Eindringen von Luft in den sauberen Innenraum (RG IV / III+IV) verhindert wird. Sie verläuft in der inneren hermetischen Umfassungskonstruktion und der darin enthaltenen hermetischen Schutztechnik. Sie umfasst die Räume der Raumgruppen III und IV.

Raumgruppe I (Schmutzig)
Räume die ständig mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung stehen, sowie Räume in denen toxische Stoffe in gefahrdrohender Konzentration während der Nutzung frei werden können.
- Maschinenräume der NEA für die keine Maßnahmen des kollektiven Schutzes vorgesehen sind
- Schutztamboure der Eingänge
- Äußere Räume in Außen- und Fortluftanlagen, einschließlich Grobstaubfilter
- Spezielle Räume der sanitären Schleuse
- Technologische Räume in denen Gefahren durch den Umgang mit toxischen Stoffen entstehen können
- Treibstofflager

Raumgruppe II (Bedingt Schmutzig)
Räume, die im Havariefall mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung gelangen bzw. in denen toxische Stoffe im Havariefall oder bei spezieller Nutzung frei werden. Maschinenräume der NEA mit einem System des kollektiven Schutzes.
- Vorfilter- und Absorptionsfilterräume
- Isolierstationen
- Räume zentraler Fortluftanlagen

Raumgruppe III (Bedingt Sauber)
Räume in denen in der Regel Schadstoffe ungefährlicher Natur oder in ungefährlicher Konzentration frei werden.
- Akkuräume
- Küchen
- Lager für Abfälle
- Toiletten
- Med.-Punkt
- Löschmittelzentralen, Prüfräume für Gas-Feuerlöschanlagen
- Räume für Abwasseranalgen

 

Raumgruppe IV (Sauber)
Räume in denen eine stoffliche Verunreinigung der Luft aus äußeren und inneren Quellen ausgeschlossen ist.
- Dienst- und Arbeitsräume
- Speiseräume
- Ruheräume
- Maschinenräume
- EDVA-Räume
- Räume der Wasserversorgung

Sonstiges: Zwischen den einzelnen bzw. an den einzelnen Linien bzw. und an den Grenzen der einzelnen Raumgruppen befinden sich entsprechende Abschluss- bzw. Druckschutzeinrichtungen (Klappen, Luken, Türen usw.). Die Anzahl der Anbindungsstellen für Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Zugänge zum Schutzkernbereich, wird durch die Projektierungsrichtlinie auf eine notwendige Mindestanzahl begrenzt.

- DOKUMENT ENDE -

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