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WebID 603 - PKU

PKU

Die PKU-Technik ist ein spezieller Import aus der ehemaligen Sowjetunion. Die deutsche Bezeichnung lautet Pneumokord-Anlage.

Das Funktionsprinzip des PKU (genaue Bezeichnung PKU 40 – 540), beruht auf der Reibung der Gummiblase an dem Grundkörper und der Druckänderung durch Verformung der Gummiblase.

Ein PKU als einzelne Einheit, ist nur in der Lage vertikale Belastungen abzubauen. Die horizontale Überlastung, wird durch die Umlenkung an der Seilführung (damit vertikale Dämpfung durch PKU) und die Pendelwirkung gemindert.

Der PKU besteht aus dem Körper, Locheisen, Gummikordhülle (auch als Blase bezeichnet) mit Füllventil, Gewindestange mit Muttern, oberen und unteren Schutzdeckel (Bild1). Die Gummikordhülle wird mit Stickstoff befüllt. Der PKU als Einzelbauteil hat eine Masse von 1300 kg. Der Fülldruck richtet sich nach der unterschiedlichen Gewichtsbelastung. Stickstoff wird verwendet, weil es sich hier um ein inertes (reaktionsträges) Gas handelt und so die Alterung der Gummiblase verzögert wird. Die relativ großen Stickstoffmoleküle, halten die Diffusion durch die Gummihülle und damit die Leckverluste gering.

Durch dieses Erschütterungsschutzsystem wird gewährleistet, dass Bewegungen der Bauwerkshülle, bis zu 400 mm, in alle Richtungen und Beschleunigungen vertikal bis zu 10 g und horizontal bis 6 g kompensiert werden.

Im TO 01 sind zwei Varianten der Hängevorrichtung eingebaut:

Für die Tragwerke 4 und 5 Hängevorrichtungen mit einer Stahltrosse von 68 mm Durchmesser.

TW 4 drei-teilig, zweigeschossig 567,90 t 20 PKU (Einzelfülldruck 30,0 kp/cm²)
TW 5 zwei-teilig, zweigeschossig 381,80 t 14 PKU (Einzelfülldruck 34,0 kp/cm²)

Die Trosse hat oben ein angegossenes Kopfstück und unten ein Endstück mit Innengewinde. Das obere Kopfstück ist durch die aus Stahlguss bestehende Kopfplatte geschoben und wird dort durch zwei Einlegeteile (Halbschalen) gehalten. Die Befestigungsbolzen der Kopfplatten (4 Bolzen M 72 pro Kopfplatte), führen durch die Bauwerksdecke bis in das Zwischengeschoß. Die Kopfplatte ist an die Decke geschraubt und die Bolzen sind oben und unten mit Kontermuttern gesichert. Im Zwischengeschoß wurden die Durchführungen mit Stahlkappen und Dichtungen hermetisch abgedichtet. Die Befestigung des Seiles an der Gewindestange des PKU, erfolgte mit einem Gewindestück mit Links- und Rechtsgewinde, welches mindestens 110 mm in das untere Stück (Linksgewinde) und mindestens 100 mm auf die Gewindestange des PKU geschraubt werden musste. Das Gewindestück ist mit Kontermuttern gesichert. Die PKU – Körper sind von unten mittels vier Schrauben an der Tragkonstruktion der Tragwerke befestigt. Die Montage der Seile erfolgte so, dass das Locheisen mit dem Körper abschließt. Die Tragwerke waren auf Montagestützen von 570 mm Höhe montiert. Durch Füllen der PKU wurde das Locheisen 30 mm + 5 mm nach unten verschoben. Damit befand sich das Tragwerk in der Projektlage und der Abstand des Tragwerkes zum Fußboden betrug 6oo mm.

Für die Tragwerke 1, 2, 3 und 6 sind Hängevorrichtungen mit zwei Stahltrossen von 40 mm Durchmesser mit Portal, Bandage und Quertraverse eingebaut.

TW 1 drei-teilig, eingeschossig 363,10 t 12 PKU (26,0 kp/cm²)
TW 2 zwei-teilig, eingeschossig 237,90 t 8 PKU (26,0 kp/cm²)
TW 3 zwei-teilig, eingeschossig 237,50 t 8 PKU (26,0 kp/cm²; 31 kp/cm²)
TW 6 ein-teilig, eingeschossig 85,60 t 4 PKU (23,0 kp/cm²)

Für jeden PKU ist ein Portal auf der Tragkonstruktion der Tragwerke verschweißt. Die beiden Portalhälften sind durch Riegel verbunden. In jeder Portalhälfte befindet sich ein angeschraubtes Teil mit einem Achsbolzen. Die Achsbolzen halten eine Bandage an der der PKU – Körper befestigt ist. Am unteren Teil der Gewindestange des PKU befindet sich ein angeschraubtes Übergangsstück mit einer Bohrung für einen Bolzen, der die Traverse trägt und die Kräfte von den Seilen auf den PKU überträgt. An den seitlichen Enden der Traverse befindet sich je eine Justierschraube, um den Abstand an die Seillänge anzupassen. Bei dieser Hängevariante bestehen die an der Decke befindlichen Kopfplatten aus einer Schweißkonstruktion, in der die Kopfstücke der Trossen durch einen Bolzen gehalten werden. Jede Kopfplatte wird durch vier Bolzen M 58 gehalten, die durch die Geschossdecke geführt sind und oben und unten mit Mutter und Kontermutter verschraubt sind. Auf den darüber liegenden Fußböden sind die Bolzen hermetisch vergossen. Unten werden die Trossen in den Justierschrauben ebenfalls durch Bolzen gehalten. Die Justierung der Seile erfolgt wie bei den PKU mit Einseilaufhängung.

Der Abstand der Traverse vom Fußboden beträgt 200 mm und verändert sich nicht. Die Führungsrollen der Seile befinden sich auf der Tragkonstruktion der Tragwerke, auf der auch die Portale befestigt sind, dabei wird die für die Funktion notwendige Pendellänge von ca. 4000 mm eingehalten.

Nachfolgend können die Prinzipskizze und die Originaldokumentation eingesehen werden.

Dokumente

Bild 0: Prinzipskizze (R. Thorbeck)
Bild 1 - 26: PKU- Dokumentation

Quelle: Archiv Bunker 5001 e.V.

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